Lernen

Lernbereiche

Gesellschaftslehre: Dieser Lernbereich (GL) fasst die Fächer Erdkunde, Sozialkunde und Geschichte zusammen.
Naturwissenschaften: Dieser Lernbereich (Nawi) umfasst die Fächer Biologie, Physik und Chemie. Ab der 7. Klasse werden die einzelnen Fächer epochal unterrichtet. Die Lehrer*innen unterrichten die NAWI-Fächer nie fachfremd.

 

Lernzeit

In der Lernzeit (8.00 bis 9.00. Uhr) lernen die Schülerinnen und Schüler individuell. Parallel dazu finden Förderangebote und Kleingruppenarbeit statt. Durch die Lernzeit gibt es keine Hausaufgaben mehr. Zu Hause sollte nur für Vokabeltests, Klausuren oder Präsentationen gelernt werden…

 

Lernwerkstätten in 5 und 6

Die Lernwerkstätten finden in den Jahrgängen 5 und 6 nachmittags statt. Es sind handlungsorientierte Angebote, die den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben sollen, eigene Lernangebote zu wählen. Die Schülerinnen und Schüler sollen in der 5 und 6 mindestens ein Angebot aus alle Lernbereichen gewählt haben. Es gibt zur Auswahl die Bereiche Sprachen, MINT, Welt/Umwelt/Mensch, Bewegung und Gesundheit und musisch-ästhetische Bildung. Einen Lernwerkstatt dauert 1/3 des Schuljahres. Ist sie vorbei, wird sich neu eingewählt und die Teilnehmer*innen bekommen ein Zertifikat für die Stärkemappe.

Aktuelle Lernwerkstätten gibt es zu folgenden Themen:

Lego und Programmieren, Calliope – Programmieren lernen, Garten- & Landschaftsbau, Tierfreunde, Radfahren/-Reparatur, Erste Hilfe, Klettern, Formen mit Ton, Werbeagentur, Quidditch, Sing and Swing, Theater, Rund um die Jahreszeiten, Lesekiste, Orientierung auf der Erde, Malerei auf Leinwand, Fahrradlernwerkstatt, Kerbal Space Program, SchmExperten, Faszination Hieroglyphen, Zeichnen, Yoga, Schülerzeitung, Schlaukopftraining, Fussball

Hier ein Film über die Lernwerkstätten (gedreht von der Lernwerkstatt „Werbeagentur“ unter der Leitung von Eva Giovannini)

Projektunterricht

Projektorientiertes Arbeiten ist Bestandteil des Regelunterrichtes. Es gibt im Jahresarbeitsplan verankerte Projektwochen bzw. Projekttage in Religion, Ökologie, Gesellschaftslehre, Arbeitslehre, ästhetischer Erziehung und Medienerziehung sowie Sport. Dazu gehört auch der Soziale Tag, der immer am Planungstag stattfindet und den Schülern/innen die Möglichkeit bietet in einer sozialen Einrichtung zu helfen.

5. Klasse: Projekt „Alte Menschen“, Szenisches Spiel,
6. Klasse: Projekt „Alte Kulturen“, Eine Welt Projekt
7. Klasse: Airportprojekt, Wasserprojekt
8. Klasse: Suchtprävention, Betriebspraktikum, Medienprojekt
9. Klasse: Kulturprojekt, Projektprüfungen, Vorhaben

In den Klassen 7-10 gibt es einen Projekttag, an dem die WP-Angebote stattfinden, die (wie die Lernwerkstätten) Projektcharakter haben.

 

Freie und gelenkte Vorhaben

Freie bzw. gelenkte Vorhaben in den Jahrgängen 9/10 sind zweistündig. Aus einem vorgegebenen Themenbereich werden im gelenkten Vorhaben Schwerpunkte gewählt und von den Lehrer/innen betreut. In einem freien Vorhaben wird ein Thema frei gewählt. Dazu gehört dann: eigene Recherchen, praktische Arbeiten, wie z.B.: Experimentieren, Herstellen von Modellen, schriftliche Darstellung in Form einer Facharbeit und Präsentation mit Hilfe von visuellen Medien.

 

Soziales Lernen

Wir haben einen hohen Anteil an gemeinsamen Unterricht in der Klasse, um feste Beziehungen zwischen Klasse und Lehrer/innen aufzubauen. Ebenso:

  • Morgenkreis/Klassenorganisation
  • Klassenrat
  • Kooperative Arbeitsformen
  • Klassenlehrer/innenstunde
  • Schulsozialarbeit
  • Interaktionspädagogik „Wir über uns“ (siehe unten)
  • Mediatoren/innen „Kummerlöser“
  • Unsere Schulregeln

Wir über uns

Psychosoziales Lernen – Suchtprobleme von Jugendlichen, häufig überforderte Familien, eine weitgehend unzureichende Sexualerziehung, aggressives Verhalten in der Schule, Probleme im Umgang mit Alltagsbelastungen, nur hedonistisch orientierte Haltungen sind nur einige völlig verschiedenartige Faktoren, die deutlich machen, dass die Schule zur Sicherstellung einer hinreichenden psychosozialen Erziehung der Kinder und Jugendlichen beitragen und so mit eine neue Aufgabe wahrnehmen sollte.

Personale und interpersonale Fähigkeiten müssen in der Schule angebahnt und entwickelt werden, die es den Jugendlichen ermöglichen, sich autonom zu entfalten. Einerseits soll also die „psychosoziale Kompetenz“ des Einzelnen verbessert, andererseits die Arbeitsfähigkeit und Entwicklung der Gruppe/Tischgruppen im Klassenzimmer gefördert werden.

Dabei geht es uns in der Arbeit u.a. um folgende psychosozialen Lernziele:

  • Verbesserung der Wahrnehmungsfähigkeit
  • Reifung durch Auseinandersetzung mit dem eigenen Empfinden und Erleben
  • Vertiefung von Verantwortung für die eigene Person
  • Anbahnung von Empathiefähigkeit
  • Verbesserung der Selbstachtung und Aufbau von Toleranz für andere
  • Entwicklung von Offenheit
  • Förderung von Kooperationsfähigkeit
  • Aufbau eigener Wertevorstellungen
  • Hilfen zur Entwicklung von „Ich-Stärke“

Inklusion

Unserer Leitidee folgend, Schüler/innen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Kompetenzen gemeinsam lernen zu lassen, unterrichten wir in den Jahrgangsstufen 5-9 inklusiv. Das heißt, dass in zwei Lerngruppen Kinder unabhängig von ihren Lernvoraussetzungen gemeinsam unterrichtet werden. Die Förderschullehrkraft des Jahrgangs unterstützt und berät alle Lehrkräfte und arbeitet intensiv mit den Schüler/innen, die besondere Unterstützung benötigen.

Die Abschlüsse werden nach den geltenden Regelungen vergeben und beinhalten die Berechtigungen zu den jeweils angemessenen berufsorientierten Förderungen. Informationen zu Beratung und Förderung (BFZ)

 

Begleitung der Entwicklung der Schüler/innen

  • – Schullaufbahnberatung und Förderpläne von Jahrgang 5-10
  • – Selbsteinschätzungs- und Bewertungsbögen zum Arbeits- und Sozialverhalten zum Halbjahr und zum Schuljahresende
  • – BerEb (Berufseinstiegsbegleitung) – die Schüler/innen werden beim Übergang von der allgemein bildenden Schule in Ausbildung individuell zu unterstützen und dadurch die berufliche Eingliederung zu erleichtern. Die Berufseinstiegsbegleitung soll insbesondere dazu beitragen, die Chancen der Schüler/innen auf einen erfolgreichen Übergang in eine berufliche Ausbildung deutlich zu verbessern (mehr Infos).
  • Die „WiesPaten„-Unternehmen übernehmen Patenschaften für einzelne Schüler/innen. Sie sichern die Finanzierung des Zusatzunterrichtes „ihrer“ Gruppe und bieten ergänzende Angebote zur Förderung der Sozialkompetenz. Es wird in kleinen Gruppen von 8 bis 10 Schüler/innen gearbeitet.

Berufs- und Studienorientierung

Hier finden sie alle Informationen über unsere umfangreichen Maßnahmen zur Berufs- und Studienorientierung an der IGS-Kastellstraße.

BO-Curriculum

BSO-Konzept

Link zur Arbeitsagentur

 

Fachleistungskurse

G-und E-Lerngruppen: (G = Grundanforderungen;  E = Erweiterte Anforderungen)

Englisch ab Jahrgang 7
Mathematik ab Jahrgang 7
Deutsch ab Jahrgang 8
Französisch ab Jahrgang 8
Naturwissenschaften ab Jahrgang 9

Alle E- und G-Kurse finden bei uns im Klassenverband statt – es gibt keine äußerliche Differenzierung.

 

Wahlpflichtkurse

Entscheidungsmöglichkeit zwischen Französisch oder Wahlpflichtkursen (Polytechnik, Computer, Hauswirtschaft, Fahrradwerkstatt) ab dem Jahrgang 7 (im Rahmen des Projekttages). Die Wahlpflichtkurse sind benotet. Die Schüler*innen bekommen zudem ein Zertifikat über die erworbenen Kompetenzen und die erbrachten Leistungen.

 

Fremdsprachen

Englisch ab Jahrgang 5 = Pflicht
Französisch ab Jahrgang 7 = Wahlpflichtkurs
Spanisch ab Jahrgang 9 = Wahlpflichtkurs

 

Fahrten

Jahrgang 5: Peterhainer Hof (ehem. Forsthaus im Vogelsbergkreis)

Jahrgang 7: Sportfahrt (in der Regel Skifahrt in Österreich)

Jahrgang 8: Frankreichaustausch (Normandie)

Jahrgang 9: Englandfahrt (Südengland bei London)

Jahrgang 10: Berlinfahrt

 

Peer-Education Projekte

Die Schulsanitäter*innen

Mit dem ASB Wiesbaden ist man endlich fündig geworden: Die Ausbildung der Schüler des 8. Jahrgangs zu Schulsanitätern, sog. „Schulsanis“ erfolgte im „Wahlpflichtunterricht“ und endete im Dezember mit einer Abschlussprüfung. Dabei erlebten die Schüler zwar auch Spaß während der Ausbildung, aber auch die Ernsthaftigkeit des Rettungsdienstes. Nicht jeder kam in den Genuss am Ende das Zertifikat in der Hand halten zu können und sich ab sofort Schulsanitäter nennen zu dürfen.

Zuvor bemühte sich die Schule über zwei Jahre, Schüler zu Schulsanitäter ausbilden zu lassen. Keiner der großen Verbände konnte auf die Gegebenheiten der IGS Kastellstraße eingehen. Parallel zur Schülerausbildung engagierten sich zwei Lehrerinnen dafür, selbst zu Ausbildern ausgebildet zu werden, um damit den Beruf des Schul- und Rettungssanitäters auch im Stundenplan verankern zu können und so die Weichen für ein neues Lernfeld legen zu können. Umso glücklicher ist man nun über die Zusammenarbeit mit dem ASB in Wiesbaden.

Kaum haben sich die „Schulsanis“ den Schülern und Lehrern vorgestellt, gab es auch schon turbulente Tage: Große Aufruhr in einem Jahrgang und Ruf des Notdienstes. Dieser Herausforderung haben die frisch gebackenen „Schulsanis“ mit Professionalität entgegenwirkt, so als würden sie es schon Jahre machen. „Aufgeregt waren wir schon. Wir wollten ja keinen Fehler machen und standen ganz schön unter Druck“, so eine der Schulsanitäterinnen nach ihrem bisher größten Einsatz. Es seien halt zwei verschiedene paar Schuhe, ob im Fallbeispiel agiert würde oder in der Realität, stellte das Team der „Schulsanis“ reflektiert fest.

Durch die Einrichtung des Schulsanitätsdiensts an der IGS werden die Lehrkräfte in ihrem komplexen Handlungsfeld einer ganztägig arbeitenden Schule professionell unterstützt, Schülerinnen und Schüler haben mehr Anlaufstellen und die Schulsanitäterinnen werden in ihrer Selbstständigkeit noch mehr gefördert und gefordert, betont Frau Zimmer, eine der begleitenden Lehrkräfte. Dies ist die beste Vorbereitung für den Ernst des Lebens, auch außerhalb der Schule.

 

Die Sportassisten*innen

 

Bereits im fünften Jahr läuft die Kooperation der Sportjugend Hessen und der IGS Kastellstraße. Mittlerweile werden sie liebevoll “SpoAssis” genannt, die Sportassistenten der IGS Kastellstraße, die mit Spass bei der Sache sind und allen Mitschülern den Spaß an Bewegung und Sport vermitteln wollen. Sie organisieren bewegte Pausenspiele, sowohl auf dem Schulhof als auch in der Sporthalle. Die Lehrer übernehmen nur die Aufsicht. Auch sind sie nicht mehr wegzudenken beim Duathlon für die Jahrgänge 5/6 während der Bundesjugendspiele oder als Streckenposten beim Triathlon der Jahrgänge 9/10 sowie als Organisatoren und durchführende Kraft des SportsFunDay Jhg 5/6, eine Spaßolympiade in den heißen Tagen kurz vor den Sommerferien. Am Liebsten will die Schule noch einen Schritt weiter, um die Sportassistenten noch mehr während des Jahres zu begleiten und zu professionalisieren, sei es als Energizer im Fachunterricht, wenn die Luft bei allen mal raus ist oder noch Kenntnisse in Erste Hilfe zu erlangen: Die Sportassistenz im Wahlpflichtunterricht mit 2 Stunden pro Woche zu verankern! Das wäre einmalig in Wiesbadens und Hessens Schulen. Kooperation auf Erfolgsspur, als Idee begonnen, als fester Bestandteil zwischen Schule, Verein, Sportbund Hessen nicht mehr wegzudenken, dank ambitionierter Lehrer wie auch Schüler, die durch eine Flaute im letzten Jahr jetzt noch viel mehr schätzen, was eine funktionierende bewegte Pause für alle bedeutet. Bei Fragen steht die betreuende und leitende Lehrerin, Frau Zimmer, gerne zur Verfügung. 

 

Das Projekt „Dr. Make Love“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Amt für Soziale Arbeit und der Schule IGS Kastellstraße. Seit 1997 wird jedes Jahr Gruppe von Jugendlichen im neunten Schuljahr zu Peer-Educatoren ausgebildet.
Das Projekt Dr. Make Love ist ein fester Bestandteil unserer Schule und unserer Bemühungen um mehr Schüler/innen-Beteiligung im Sinne der Peer-Education. Neben Konfliktprävention, Aufgabenbetreuung und Demokratie ist die sexuelle Aufklärung von Schüler/in zu Schüler/in ein verlässlicher und gelebter Standard der IGS Kastellstraße geworden.
Der Aidspräventionspreis würdigt in erster Linie die Jugendlichen, die Verantwortung und Zuverlässigkeit in einem so sensiblen Themenbereich vorleben. Ebenso gewürdigt wird damit die gelungene Kooperation der Schule und der Jugendarbeit der Stadt Wiesbaden. Die gesamte Schulgemeinschaft ist stolz auf diesen Preis und nutzt jede Gelegenheit um auf diesen hinzuweisen. Ein wunderbares Aushängeschild mit großer Wirkung nach innen.

 

 

 

In Zusammenarbeit mit dem Amt für Soziale Arbeit  (Abteilung Jugendarbeit, Wiesbaden). Erarbeiten die Schüler*innen Inhalte rund um das Thema Alkoholkonsum und seine Folgen. Es werden Präsentationen in Klassen unserer Schule, in anderen Schulen und in öffentlichen Veranstaltungen organisiert, z.B. zu:

  • Cocktailbar mit alkoholfreien Cocktails
  • Erfahrungsspiele mit Rauschbrillen
  • Quizspiele zu Mythen und Fakten rund um Alkohol
 

Als weiteres Peer-Projekt im Jahrgang  9 wird das Medienprojekt „u.r.on – check your line“ angeboten.

Das Ziel dieses Angebots ist, dass die Schülerinnen und Schüler zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken neuer Medien, aber auch mit dem eigenen Medienkonsum,  angeregt werden. Themen wie z.B. Cybermobbing, sicheres Verhalten in `social networks` und im Chat, rechtliche Situation im Netz werden  anschaulich und kreativ an neun Stationen bearbeitet und besprochen. Der interaktive Parcours wurde ursprünglich vom Suchthilfezentrum in der Schiersteiner Straße entwickelt, bevor er als Peer-Projekt für den Jahrgang 9 übernommen und weiter entwickelt wurde.

Nachdem die Jugendlichen die Stationen kennengelernt  und ihre Medienkompetenz weiter entwickelt haben, geben sie ihr Wissen an die Schülerinnen und Schüler in den Jahrgängen 5 und 6 weiter . Klassenweise werden dabei die Stationen durchlaufen, um sich anschließend im Gespräch über unterschiedliche Erfahrungen und neue Erkenntnisse auszutauschen..

Weitere Informationen und unser Konzept zum Medienschutz

 

Die Kummerlöser/innen sind bereits seit 1993 ein fester Bestandteil unseres Schullebens. Jeweils zwei Schüler/innen pro Klasse werden als Mediatoren/innen ausgebildet und bis zur 10. Klasse gecoacht.

Die Ziele der Arbeit sind:

  • selbstständiger Umgang mit Konflikten
  • langfristige Konfliktklärung
  • erlernen von Mediationstechniken
  • erlernen und pflegen sozialer Kompetenzen
  • Konflikt- und Gewaltprävention

Jede Klasse hat einmal in der Woche Klassenrat. Dieser wird von den Schüler/innen selbst geleitet und inhaltlich gestaltet. Sollten im Klassenrat Konflikte zweier Schüler/innen eingebracht werden, so werden diese von den Kummerlöser/innen (außerhalb der Klasse) geklärt. Ein Raum dafür steht immer zur Verfügung. Zudem werden natürlich auch Fälle geklärt, die nicht Gegenstand des Klassenrats sind.

Die Kummerlöser/innen werden einmal im Monat Lehrer-Mediatoren fortgebildet. In der 5. und 6. Klassen finden für sie zusätzlich Tagesseminare (Grundausbildung) statt.

Neben den Unterrichtsstörungen erscheinen die Schüler/innen auch wegen fachlicher und methodischer Überforderung, Konflikten mit Mitschülern/innen oder Lehrern/innen, Provokationen, Lernbeeinträchtigungen, mangelnder Respekt oder soziale Problem innerhalb und außerhalb der Schule.